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DIE BUCHENWALD-BAHN

  (Herausgeber: mondrian v. lüttichau)                                                                                           

Im frühjahr 1943 mußten gefangene des Konzentrationslagers Buchenwald innerhalb von nur drei monaten eine 10 km lange eisenbahnlinie zwischen weimar und Buchenwald bauen. Zunächst diente sie der versorgung des rüstungswerks. Seit anfang 1944 wurden etwa hunderttausend häftlinge in zum teil offenen güterwaggons auf diesen gleisen transportiert. Aus ganz europa wurden jungen und männer ins KZ Buchenwald und von dort aus zur zwangsarbeit in eines der außenlager gebracht. Vernichtungstransporte mit kindern und kranken häftlingen fuhren von hier nach Auschwitz, wo sie ermordet wurden. Als die nationalsozialisten im januar und februar 1945 die lager im osten räumten, gingen massentransporte nach Buchenwald. Viele der häftlinge waren bei der ankunft bereits tot oder starben kurz darauf.

2007 wurde auf den letzten 3,5 km der trasse ein gedenkweg angelegt, auf den vor ort bislang noch kaum hingewiesen wird. Im mai 2011 habe ich ihn bei einem besuch in weimar zufällig entdeckt und fotos gemacht.

 

 
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